Über

Forschungsschwerpunkt Intermedialität:
Ästhetische Praktiken und gesellschaftliche Perspektiven

Kunst in Bezug auf ihre Entstehungsprozesse und Herstellungsweisen zu untersuchen und dabei gerade auch als (reflexive) Praxis des Wissensgewinns zu verstehen und einzusetzen, steht im Zentrum der Arbeiten des Forschungsschwerpunkts. Die entsprechenden Herangehensweisen sind inspiriert von den Science and Technology Studies und einem sozial-konstruktivistischen Ansatz.

Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit künstlerischen Perspektiven auf Gesellschaft und mit interdisziplinären Vorgehensweisen in den Künsten. Fokussiert werden neben gesellschaftlichen Fragestellungen, die künstlerisch forschend angegangen werden, und den Themen, die sich in den Künsten, aus ihrer Entwicklung und rund um das künstlerische Schaffen ergeben, im Besonderen die Wege und Mittel der Erkenntnisgewinnung.

Kunst kann als praktische Leistung verstanden werden, die in spezifischen Kontexten stattfindet. Dabei ist zu beachten, dass in Zeiten einer Akademisierung von Kunsthochschulen das Befragen, Arbeiten mit und Theoretisieren von Kunst ebenso wie die Kunstproduktion selbst im spezifischen bildungspolitischen Rahmen einer Wissensgesellschaft betrieben wird. Dies hat Auswirkungen ebenso auf die Kunst- wie die Erkenntnisproduktion.

Die Arbeiten am Forschungsschwerpunkt Intermedialität erfolgen aus einer Perspektive nahe am Tun, oft teilnehmend, genau beobachtend und immer wieder reflektierend. Sie bleiben dabei eng verwoben mit der Praxis und bewahren den Blick auf eine künstlerische Anwendung. Diese Haltung bildet Hintergrund und Anstoss für vielfältige Forschungsprojekte, Veranstaltungen und Publikationen.

Der Forschungsschwerpunkt widmet sich folgenden Zielen:

  • Befragung und Theoretisierung der Künste: Auseinandersetzungen vor dem Hintergrund ihrer gesellschaftlichen Veränderungen und ausgehend von einem Verständnis von Kunst als praktischer Leistung (Science and Technology Studies, sozial-konstruktivistisches Verständnis, Laborstudien, Akteur-Netzwerk-Beziehungen)
  • Angewandte Erforschung der Künste: Prozesse, Arbeitsweisen, Fähigkeiten und Medien in den Künsten stehen im Zentrum (sog. praxeologische Herangehensweise).
  • Künstlerische Perspektiven auf Gesellschaft: Arbeit an aktuellen gesellschaftlichen Fragen und Themen

Die Forschungsfelder gliedern sich in vier Bereiche:

  1. Kunst als Forschung
  2. Intermediale Künste
  3. Auditive Kulturen
  4. Praktiken der Kunstvermittlung

 

http://www.hkb.bfh.ch/intermedialitaet


In the research area Intermediality processes of translation between various media and between scientific and artistic forms of representation are explored and tested. The focus is on exploring how different media also generate different kinds of knowledge. This idea is further developed and differentiated in the research field „Art as Research“, where an ongoing discussion about terminology and methodology takes place. The practical comparability of artistic and scientific research is examined on the basis of concrete artistic projects in the research field „Intermedial Arts“. The research field „Auditory Cultures“ is a special case. It explores the sonification of data derived from the natural sciences. The research field „Art Education“ is situated on the intersection of research related to teaching and research related to practicing the profession. It explores methodology and theory as well as pedagogy and didactics.

Kontakt
Hochschule der Künste Bern
Forschung
FSP Intermedialität
Sekretariat: Daniela Wüthrich
Fellerstrasse 11
CH-3027 Bern

T +41 31 848 39 48
F +41 31 848 38 51

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